Ein Reiseblog zu Coronazeiten

Zu Coronazeiten ein Reiseblog zu unterhalten, ist ein schwieriges Unterfangen. Denn mit dem Reisen ist es derzeit bekanntlich nicht einfach bis unmöglich. Vor allem, wenn gerade mal wieder Lockdown ist, Hotels, Campingplätze und überhaupt (fast) alles geschlossen ist und wir zuhause bleiben müssen, um dieses Virus endlich in den Griff zu bekommen.

Was einem bleibt, ist die Erinnerung an schöne Reisen, die trotz Corona im Pandemie- Jahr 2020 möglich waren, und natürlich die kleinen, nahezu täglichen Ausflüge in der näheren Umgebung – damit einem nicht die Decke auf den Kopf fällt.

2020 begann gut mit einer mehrtägigen Reise ins Kleinwalsertal zum Schneeschuhwandern.

Ende Februar ging es zum dritten Mal in Folge ins Rainbow Children Home in Pokhara/Nepal, wo ich wunderbare drei Wochen mit „meinen“ Kindern und Goma, der umtriebigen Heimleiterin verbrachte, ehe ich dann wegen Corona Hals über Kopf abreiste und tatsächlich mit dem letzten Flieger nach Hause gelangte.

Dann kam der erste Lockdown und wir blieben daheim.

Sobald aber im Juni das Reisen wieder möglich war, ging es los. Eigentlich waren sieben Wochen Island geplant, stattdessen erkundeten wir mit unserem Wohnauto Westdeutschland – alles hier im Blog nachzulesen.

Anschließend ergab sich spontan die Möglichkeit, mit unseren Freunden Edda und Uli zwei Wochen an der Elbe zu radeln.

Für den Herbst war eigentlich Albanien geplant. Stattdessen ging es in den Osten Deutschlands. Zuerst in den Harz, dann mit dem Rad entlang der Unstrut und der Saale und schließlich an die Ostsee, um den Kranichzug zu bewundern.

Wir kamen Mitte Oktober zurück – seither sind wir zuhause.

Im November war das Wetter noch recht schön, so dass wir sogar noch Radtouren machen konnten, etwa nach München oder an den Ammersee.

Tagesausflüge zum Wandern in die Berge – unter der Woche waren wenig Leute unterwegs – gingen auch noch.

Nun ist wieder Lockdown und wir bewegen uns nur noch im näheren Umfeld, das aber regelmäßig.

Wunderbar zum Beispiel die Umgebung vom Schloss Hohenkammer, von wo aus man an der Glonn entlang zum Hochzeitsstein bei Obermarbach laufen kann. Die Runde dauert etwa zwei Stunden. Auf der Bank neben dem Hochzeitsstein kann man auch im Winter fein Picknick machen.

Zwischendurch laufen wir entlang der Isar oder durch den Weltwald bei Freising und entdecken immer wieder Neues und Interessantes.

Wir arbeiten uns Stück für Stück in alle Himmelsrichtungen um unseren Wohnort vor, gern auf der Suche nach neuen Eindrücken, erfreuen uns aber auch an Altbekanntem. Fast immer im Gepäck: ein Sitzkissen gegen den kalten Popo und ein kleines Picknick gegen das Hüngerchen und für die Seele.

Die Ziele werden uns auch in den nächsten Wochen nicht ausgehen, aber tief drinnen nagt es dann doch, das Fernweh. Eigentlich wären wir jetzt schon wieder unterwegs im Wohnbus, um ein paar Tage im Schnee zu verbringen. Eigentlich hätte ich jetzt schon mein Flugticket für Nepal im März in der Tasche. Eigentlich wollen wir im April wieder an die Ostsee, um den Kranichen bei ihren Hochzeitstänzen zuzuschauen. Eigentlich haben wir immer noch unser Fährticket für Island im Juni…

Ich bin gespannt, was davon möglich sein wird. Bis dahin muss ich mich mit Vorfreude, Reiseführern und Filmen begnügen. Und mich freuen, dass wir es warm und gemütlich zuhause haben, dass wir eine tolle Familie und wunderbare Freunde haben, sorgenfrei leben dürfen – und gesund sind.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s